Leipzig, 5. Mai 2026 Die Descartes Systems Group, weltweit führend in der Vernetzung logistisch anspruchsvoller Unternehmen im Handel, zeigt in ihrer aktuellen europäischen Transportmanagement-Benchmark-Studie: Künstliche Intelligenz (KI) hat sich zu einem integralen Bestandteil des Transport- und Logistikmanagements entwickelt. 97 Prozent der befragten europäischen Verlader und Logistikdienstleister nutzen KI für die Transformation ihrer Transportprozesse von der automatisierten Dateneingabe bis zur Routenoptimierung. Doch der eigentliche Punkt liegt nicht in der Frage ob, sondern wie tiefgreifend KI eingesetzt wird. Für die Descartes-Studie 2025 wurden 300 hochrangige Entscheidungsträger bei Verladern und Logistikdienstleistern in Europa befragt.

"Die nahezu flächendeckende Nutzung von KI zeigt, wie weit die digitale Reife in der Logistikbranche bereits fortgeschritten ist.  Die Frage ist nicht mehr, ob Unternehmen KI einsetzen, sondern wie tiefgreifend sie in Entscheidungsprozesse und Betriebsabläufe integriert ist. Und genau hier trennen sich die Marktführer vom Rest."

Elmer Spruijt, VP Transport Management EMEA bei Descartes.

Spitzenreiter nutzen Künstliche Intelligenz strategischer

Obwohl KI flächendeckend angewendet wird, nehmen finanziell erfolgreiche Unternehmen eine deutliche Vorreiterrolle ein. Innerhalb dieser Gruppe nutzen 61 Prozent KI für die automatisierte Dateneingabe und 52 Prozent für Frachtprognosen. Auffällig ist, dass Marktführer KI auch häufiger als andere Unternehmen für strategische Anwendungen einsetzen, etwa für die dynamische Preisoptimierung und für die Rampenplanung (jeweils 39 Prozent).

KI in der Breite: Automatisierung im Fokus

Branchenweit konzentriert sich der Einsatz von KI im Transport- und Logistikbereich derzeit vor allem auf die Automatisierung von Prozessen und die Verbesserung der Entscheidungsfindung. So nutzen beispielsweise 41 Prozent der Befragten KI zur Automatisierung der Dateneingabe und zur Aufbereitung unstrukturierter Daten. Darüber hinaus setzen 37 Prozent KI zur Routen- und Ladungsoptimierung ein, während 32 Prozent sie für die Ladungszusammenführung und den Kapazitätseinkauf nutzen. Zudem gaben 29 Prozent der Befragten an, KI für Frachtprognosen einzusetzen.

Verlader liegen vor Logistikdienstleistern

Die Descartes-Studie zeigt außerdem einen technologischen Vorsprung von Verladern gegenüber Logistikdienstleistern. So nutzen beispielsweise 45 Prozent der Verlader KI für die Automatisierung der Dateneingabe, verglichen mit 36 Prozent der Logistikdienstleister. Ein ähnlicher Unterschied zeigt sich bei der Routen- und Ladungsoptimierung: 42 Prozent der Verlader und 31 Prozent der Logistikdienstleister setzen dafür Künstliche Intelligenz ein. Dies spiegelt die hohe technologische Investitionsbereitschaft insbesondere der Verlader im Bereich Transportmanagement wider, die mit ihrer direkten Verantwortung für die Lieferkette einhergeht.

Generative KI als klare Priorität

Über die aktuellen Anwendungsbereiche hinaus gewinnt generative KI zunehmend an strategischer Bedeutung. Ein Viertel der Befragten (25 %) nennt die Einführung generativer KI-Tools als wichtige Strategie zur Verbesserung der Betriebsabläufe und des Kundenservices.

Über die Studie

Seit 2017 führt Descartes jährlich eine Benchmark-Studie unter Transport- und Logistikverantwortlichen durch, um Strategien, operative Ansätze und Erwartungen in der Branche zu analysieren. Die Teilnehmenden repräsentieren ein breites Spektrum an Fach- und Führungskräften, die sowohl bei Verladern als auch bei Logistikdienstleistern in Nordamerika und Europa für Transportprozesse verantwortlich sind, und ermöglichen so eine ausgewogene Sicht auf das Transportmanagement. Für den europäischen Teil der Studie wurden 300 Führungskräfte aus dem Transportmanagement befragt, davon jeweils 75 aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich sowie aus Belgien/den Niederlanden.

Die Ergebnisse der europäischen Benchmark-Umfrage von Descartes finden Sie hier.

Über Descartes

Descartes ermöglicht reaktionsschnellere, effizientere, sicherere und nachhaltigere internationale und nationale Lieferketten. Dazu vernetzt Descartes logistisch anspruchsvolle Unternehmen in seinem Global Logistics Network (GLN). Im GLN arbeiten Versender, Spediteure und Logistikdienstleister auf einer gemeinsamen Plattform zusammen. Sie nutzen Technologie, Daten und KI, um Zustellungen auf der letzten Meile, nationale und internationale Sendungen sowie Transportbewertung und -zahlung effizient und regelkonform zu steuern. Gleichzeitig werden die Analyse weltweiter Handelsdaten, Zollkonformität und die Einhaltung regulatorischer Anforderungen unterstützt. Mehr über Descartes unter www.descartes.com sowie auf LinkedIn und X.

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