FAQ - Elektronische Rechnungsstellung


Häufig gestellte Fragen zur E-Rechnung

Was ist elektronische Rechnungsstellung? 

Elektronische Rechnungsstellung, auch E-Rechnung oder E-Invoicing genannt, ist der Austausch von Rechnungsdaten in einem strukturierten digitalen Format, das von Unternehmenssystemen automatisch gelesen und verarbeitet werden kann. Eine echte E-Rechnung ist mehr als nur ein per E-Mail versendetes PDF: Sie enthält standardisierte Rechnungsdaten, die vom Abrechnungssystem eines Lieferanten in das Finanz- oder ERP-System eines Abnehmers übertragen werden können, häufig über ein anerkanntes Netzwerk, einen Zugangspunkt oder eine behördliche Plattform. 

In diesem Artikel:
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Was ist der Zweck der elektronischen Rechnungsstellung? 

Der Zweck der elektronischen Rechnungsstellung besteht darin, die Rechnungsstellung schneller, genauer, transparenter und leichter kontrollierbar zu machen. Für Unternehmen reduziert sie den manuellen Aufwand und trägt zur Verbesserung der Rechnungsbearbeitung bei. Für Steuerbehörden bietet sie einen besseren Einblick in Transaktionsdaten und unterstützt die Einhaltung der Mehrwertsteuervorschriften. Für Handelspartner schafft sie eine zuverlässigere Möglichkeit zum Austausch von Rechnungsinformationen. 

E-Rechnung einfach erklärt

Was sind die Vorteile der elektronischen Rechnungsstellung? 

Die elektronische Rechnungsstellung bietet zahlreiche Vorteile, darunter weniger manuellen Aufwand, ein geringeres Fehlerrisiko, eine schnellere Rechnungsfreigabe, mehr Transparenz bei Zahlungen und die Unterstützung bei der Einhaltung länderspezifischer Vorschriften. Für internationale Unternehmen vereinfacht die elektronische Rechnungsstellung die Verwaltung unterschiedlicher Kunden-, Lieferanten- und regulatorischer Anforderungen in verschiedenen Märkten. 

Was ist E-Reporting? 

Elektronische Meldung, auch E-Reporting genannt, ist die digitale Übermittlung von Transaktions-, Steuer- oder Zahlungsdaten an eine Steuerbehörde. Sie geht Hand in Hand mit der elektronischen Rechnungsstellung, dient jedoch einem anderen Zweck: Die elektronische Rechnungsstellung regelt den Austausch von Rechnungsdaten zwischen Handelspartnern, während sich das E-Reporting auf die Übermittlung der erforderlichen Steuerdaten an die zuständigen Behörden konzentriert. 



Was ist ViDA? 

ViDA steht für „VAT in the Digital Age“ (Mehrwertsteuer im digitalen Zeitalter). Es handelt sich um das Modernisierungspaket der Europäischen Union zur Mehrwertsteuer, das am 11. März 2025 verabschiedet wurde und bis Januar 2035 schrittweise eingeführt wird. Eine der wichtigsten Änderungen ist die Umstellung auf digitale Meldepflichten für internationale B2B-Transaktionen auf der Grundlage strukturierter elektronischer Rechnungsstellung. In der Praxis trägt ViDA dazu bei, den Weg für eine standardisiertere, digitale Umsatzsteuer-Compliance in der gesamten Europäischen Union (EU) zu ebnen. 

Was ist das 4-Ecken-Modell? 

Das 4-Ecken-Modell ist das Rahmenwerk für den Austausch elektronischer Rechnungen über Dienstleister. Die vier Ecken stehen für: 

 Lieferant
Dienstleister des Lieferanten 
Dienstleister des Käufers 
Käufer 

Jede Partei ist über ihren jeweiligen Dienstleister verbunden, der dabei hilft, die Rechnung sicher und im richtigen Format weiterzuleiten. Der Austausch elektronischer Rechnungen über Peppol ist ein bekanntes Beispiel für ein 4-Ecken-Modell. 

Das 4-Ecken-Modell

Was ist das 5-Ecken-Modell? 

Das 5-Ecken-Modell erweitert das 4-Ecken-Modell um einen neuen Teilnehmer, in der Regel eine Steuerbehörde oder eine staatlich kontrollierte Plattform. Dieses Modell ermöglicht es, Rechnungs- oder Meldedaten im Rahmen des Transaktionsablaufs an die Behörde weiterzugeben. Es gewinnt zunehmend an Bedeutung, da Regierungen die elektronische Rechnungsstellung mit der Meldung in nahezu Echtzeit kombinieren. Nachfolgend finden Sie ein Beispiel für das 5-Ecken-Modell der elektronischen Rechnungsstellung in Frankreich. 

Das 5-Ecken-Modell

Wird die elektronische Rechnungsstellung verpflichtend? 

Ja, in vielen Ländern wird die elektronische Rechnungsstellung verpflichtend. Die Anforderungen variieren je nach Rechtsraum: Einige Länder verlangen strukturierte elektronische Rechnungen über Peppol oder ein anderes anerkanntes Netzwerk, während andere Abrechnungsplattformen, nationale Formate oder Meldepflichten nutzen. Die Richtung ist klar: Unternehmen sollten im Laufe der Zeit mit einem zunehmend digitaleren, strukturierteren und stärker regulierten Rechnungsaustausch rechnen. 

Wie lauten die Fristen für die elektronische Rechnungsstellung? 

Die Fristen variieren je nach Land, Transaktionsart, Unternehmensgröße und lokalen Vorschriften. Für länderspezifische Details und anstehende Fristen nutzen Sie diese interaktive Karte. Auf EU-Ebene führt ViDA ab dem 1. Juli 2030 digitale Meldepflichten für internationale B2B-Transaktionen ein, wobei eine weitere Angleichung bis zum 1. Januar 2035 erwartet wird. 

Inwiefern werde ich von der elektronischen Rechnungsstellung betroffen sein? 

Ihr Unternehmen muss möglicherweise die Art und Weise ändern, wie Rechnungen erstellt, validiert, versendet, empfangen, archiviert und gemeldet werden. Finanz-, Steuer-, IT-, Beschaffungs- und Kundendienstteams können alle betroffen sein, da die elektronische Rechnungsstellung häufig ERP-Daten, die Einbindung von Lieferanten, Kundenabrechnungsprozesse, die Umsatzsteuerberichterstattung und das Ausnahmemanagement betrifft. Die Auswirkungen sind größer, wenn Sie in mehreren Ländern tätig sind oder mit Kunden und Lieferanten handeln, die unterschiedlichen Vorschriften unterliegen. 

Wie kann ich mein Unternehmen auf die elektronische Rechnungsstellung vorbereiten? 

1.Ermitteln Sie, welche juristischen Personen, Länder, Kunden, Lieferanten und Rechnungsabläufe davon betroffen sind. 

2. Prüfen Sie, ob Ihre ERP-, Buchhaltungs- und Finanzsysteme strukturierte Rechnungsdaten im erforderlichen Format erstellen und empfangen können. 

3. Überprüfen Sie die Datenqualität, Archivierungsanforderungen, interne Zuständigkeiten, Testanforderungen und Anbieteroptionen. 

Weitere Informationen finden Sie in dieser hilfreichen Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wie erhalte ich Unterstützung bei meinem E-Invoicing-Projekt? 

ie können mit einem Anbieter zusammenarbeiten, der sowohl die technische Integration als auch die sich wandelnden Compliance-Anforderungen versteht. Descartes unterstützt E-Invoicing- und E-Reporting-Projekte durch Konnektivität, Peppol-Zugang, Formatverarbeitung, ERP-Integration und länderübergreifende Compliance-Unterstützung.

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